Welche Versicherungen brauchen Azubis wirklich?
Mit dem Ausbildungsvertrag landen plötzlich Briefe von Krankenkassen, Banken und Versicherungsvertretern im Briefkasten. Viele Azubis in Hannover unterschreiben in den ersten Wochen Verträge, die sie gar nicht brauchen — eine teure Unfallversicherung, eine Handyversicherung oder einen Sparvertrag mit hohen Kosten. Gleichzeitig fehlt oft genau der Schutz, der wirklich zählt.
Meine ehrliche Reihenfolge für Azubis: Erstens die Krankenversicherung, die ohnehin Pflicht ist — hier geht es nur um die Wahl der passenden Kasse. Zweitens eine private Haftpflichtversicherung, falls du nicht mehr über deine Eltern mitversichert bist. Drittens eine Berufsunfähigkeitsversicherung, weil sie in jungen Jahren am günstigsten ist und deine Arbeitskraft dein größtes Kapital ist. Alles andere ist ein Nice-to-have, das warten kann.
Was du dir als Azubi meist sparen kannst: Handy- und Brillenversicherungen, Reisegepäckversicherungen, Sterbegeldversicherungen und teure Kapitallebensversicherungen. Eine Hausratversicherung wird erst dann sinnvoll, wenn du in eine eigene Wohnung ziehst — etwa in Linden oder der List.


